
Niedersachsens Spielbanken GmbH entfernt Roulettetische aus zwei Standorten

Die staatliche Spielbanken Niedersachsen GmbH hat den Abbau von Roulettetischen in den Kasinos Hitfeld und Bad Pyrmont angekündigt, weil die Nachfrage zurückgeht und die Betriebskosten an diesen arbeitsintensiven Tischen zu hohen Verlusten führen; der vollständige Rückbau soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein und hinterlässt an beiden Orten nur noch Automatenspiele, ähnlich wie bereits in Bad Bentheim.
Hintergründe der betrieblichen Entscheidung
Die Gesellschaft teilte mit, dass die Rouletteangebote in Hitfeld und Bad Pyrmont nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind, während andere Standorte wie Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück das klassische Tischspiel weiterhin anbieten; dadurch konzentriert sich das Roulettespiel künftig auf vier Standorte im Bundesland und die Automatenbereiche gewinnen an Bedeutung.
Beobachter der Glücksspielbranche verweisen darauf, dass die staatliche Betreiberin mit sinkenden Spielerzahlen an den physischen Roulettetischen konfrontiert ist, was zu einer Umstrukturierung der Spielangebote führt und die verbleibenden Kasinos auf Slotmaschinen ausrichtet.
Steuerliche Entlastung als begleitende Maßnahme
Parallel plant das Land Niedersachsen eine Senkung der Spielbankenabgabe von 85 auf 80 Prozent, um den staatlichen Betrieben finanzielle Spielräume zu verschaffen und die Umstellung zu unterstützen; diese Anpassung soll den Standorten helfen, die veränderten Marktbedingungen zu bewältigen, ohne dass weitere Standortschließungen erforderlich werden.
Die geplante Steuersenkung betrifft direkt die Spielbanken GmbH und steht im Zusammenhang mit den laufenden Betriebsanpassungen, die bis Mitte 2027 vollzogen sein sollen.

Auswirkungen auf die betroffenen Standorte
In Hitfeld und Bad Pyrmont werden die Rouletteräder demontiert und die Flächen künftig ausschließlich für Automatenspiele genutzt, was den operativen Aufwand reduziert und den Fokus auf weniger personalintensive Angebote legt; vergleichbare Umstellungen haben bereits in Bad Bentheim stattgefunden und dienen als Modell für die aktuellen Maßnahmen.
Die verbleibenden vier Roulette-Standorte behalten ihre Tischspiele unverändert bei und bieten Spielern weiterhin die Möglichkeit, an klassischen Roulettetischen zu spielen, während die beiden umgestellten Kasinos auf ein reines Automatenkonzept umschwenken.
Zeitlicher Ablauf und operative Umsetzung
Der Abbau der Tische erfolgt schrittweise und soll bis Mitte 2027 abgeschlossen sein, sodass die betroffenen Kasinos ausreichend Zeit für die Umrüstung der Räumlichkeiten und die Anpassung des Betriebs erhalten; während dieser Phase bleibt das Spielangebot an den betroffenen Standorten schrittweise reduziert.
Die Spielbanken GmbH koordiniert die Maßnahmen intern und berücksichtigt dabei die regionalen Unterschiede in der Nachfrage, die zu der selektiven Beibehaltung von Roulettetischen an den vier anderen Standorten geführt haben.
Fazit
Die angekündigten Änderungen zeigen, wie die Spielbanken Niedersachsen GmbH auf veränderte Besucherzahlen und Kostenstrukturen reagiert, indem sie Roulettetische abbaut und die Spielbankenabgabe gesenkt wird; die Maßnahmen beschränken sich auf die genannten Standorte und bleiben bis zur Umsetzung Mitte 2027 wirksam.